So free.



Das wunderschöne Lied von Alex Serra „So free“ hat mich zum nachdenken gebracht.


Gut möglich, dass du mit den nächsten paar Zeilen das Bedürfnis hegst mich auszusortieren.


Kann gut sein, dass dir meine Worte nicht gefallen, deine Absichten nicht bestätigen und dir kein wohliges Gefühl vermitteln.


Du kennst mich nicht oder nicht wirklich und es ist völlig ok die Verbindungsstränge zu mir zu kappen.


Du brauchst mich und meine Gedanken nicht, du bist eigenständig,

in dir selbst vollkommen und frei.


Ja du bist frei.


Freiheit; das höchste Gut unserer ersten Welt.


Freiheit, der vermeintliche Grund für Konflikte, Kriege, Hunger und Elend.


Freiheit, ein Wunsch, ein Traum, unerreichbar für über zwei Drittel unserer Weltbevölkerung.


Freiheit, die Süsse des Lebens, ein wahr gewordener Traum, fast schon

selbstverständlich für uns.


Freiheit, erkämpfen, schätzen und erhalten.


Freiheit, sich selbst und einander anzunehmen so farbig und divers du und wir alle sind.


Der Menschheit, vielleicht auch dir persönlich wurden schon viele grosse Aufgaben auferlegt.


Ich hoffe und zweifle aus tiefstem Herzen um Wachstum und innere Grösse.


Hat sich das Mensch Sein tatsächlich auf eine höhere Bewusstseinsebene entwickelt?


Ist unser menschlich Sein in den letzten zweitausend Jahren in eine tiefere Ebene gedrungen?


Glaubst du die globale Herausforderung sei es diesen Virus physisch zu überwinden?

Oder könnte unsere tatsächliche Herausforderung das Überwinden vom Verurteilen, Schubladisieren und Aussortieren sein?


Die Pandemie und vor allem die daraus resultierenden Massnahmen und gesellschaftlichen Konsequenzen sind eine komplexere, weniger klare, bisher oder schon lange nicht mehr existente Auslese.


Nein, nicht eine natürliche Auslese. Auch wenn ich den Mensch und die Menschin gerne als Teil der Natur sehe…


Die Auslese ist definiert, willkürlich oder unwillkürlich gesteuert und massgebend

für unser aller Freiheit.

Die Auslese geht ganz klar gegen unsere Unversehrtheit und gegen unsere Freiheit.


Freiheit; unser wertvollstes Gut.


Ein anderes genauso wertvolles Gut ist Nähe und Verbundenheit mit unseren Mitmenschen.


Ein Gut, welches mit den Prioritäten der Massnahmen etwas unterschätzt wurde.


Ein Gut welches vielleicht sogar du im Eifer des Gefechts der Pandemie

kurzfristig vergessen hast.


Wir isolieren uns physisch, geistig und emotional, künden Freundschaften, können über das Pandemie Thema nicht mit unseren Liebsten reden, distanzieren uns von Menschen die wir aus tiefem Herzen mögen, weil sie anderer Meinung sind.


Es ist was ganz Neues, irgendwie jedenfalls.

Es geht weder um Farben, Ethnien, Geschlechter noch um reich oder arm.


Noch nie haben uns Gesundheitsfragen so direkt und unwiderruflich auseinander getrieben.


Wir werden überrascht von Angstzuständen bei vertrauten Menschen, die vorher im Urvertrauen zu ihrer Abwehrkraft standen.


Wir werden überrascht von „Bünzlis“, die in einer natürlichen Selbstverständlichkeit jegliche Fremdeinwirkung ablehnen.


Wir werden überrascht von bekennenden Impfgegnern, welche im Moment Überzeugungsarbeit für die erste „gute und unbedenkliche Impfung“ leisten.


Wir werden überrascht damit für andere eine Gefahr darzustellen und um jeden Preis niemanden gefährden zu wollen.


Wir werden überrascht von Diskriminierung und Mobbing in beiden Fraktionen und allen Nuancen.


Wir werden überrascht von unseren eigenen Reaktionen und Gedankengängen bezüglich

dem Allem.


Und wir oder jedenfalls ich bin überrascht von mir selbst, dass auch in mir ausschliessende oder gar diskriminierende Gedankengänge ihren Weg bahnen.


Diskriminierung, wie wir sie auf den ersten Blick nicht als das erkennen, weil es nicht um die alten Leiern wie Fremdenhass, Bildung oder unser Frauenbild geht.


Nein, diese Diskriminierung lauft unter einem anderen Ruder und geht vielleicht auch von dir aus gegen die Menschen, die du liebst und denen du vor Corona vertraut und die du bewundert hast.


Ist es das wert? Ist die Meinung der individuellen Quellen die geformt haben was du nun für richtig hältst wirklich mehr Wert, als eine echte menschliche Verbindung.


Eine Verbundenheit, die über das Denken ausgeht.

Gedankengänge und Schlussfolgerungen sind nie wirklich eigenständig, nicht pur, nicht unbefleckt, nicht konstant, nicht für immer, nicht wahr und nicht falsch.


Wie oft hattest du die Grösse und die Offenheit deine Meinung anzupassen und gar komplett zu ändern.


Wie oft hast du in deinem Leben oder auch jetzt gerade in dieser Worldwide Pandemic Crisis den Berg aus einem anderen Blickwinkel gesehen und deine Meinung geändert oder angepasst.


Das ist normal, menschlich und grossmütig. Denn die schrecklichsten Probleme, Zustände und Kriege gab es und gibt es weil wir auf unserer Meinung beharren. Als gäbe es ein einziges „wahres“ Richtig.


Es geht mir nicht darum deine Meinung zu ändern, es geht mir darum, dass du dich ehrlich fragst ob Meinungen es wert sind von dir geliebte Menschen von dir wegzustossen, zu verurteilen, zu belächeln oder gar zu verachten.


Versuch jedem und auch dir das wertvollste Gut zu lassen. Freiheit.

So Free.

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